Eine berührende Geschichte über Abschied, Freundschaft und die Kraft der Erinnerung
Was geschieht, wenn ein Kind mit Verlust konfrontiert wird? Wenn plötzlich der geliebte Opa nicht mehr da ist? In »Tom und der Tod« begegnet der kleine Tom einer ungewöhnlichen Gestalt: dem Tod selbst. Doch statt beängstigend oder bedrohlich zu sein, eröffnet diese Begegnung für Tom eine Möglichkeit, seinen Kummer zu verarbeiten und Frieden zu finden.
Mit feinfühligen Illustrationen und behutsam gewählten Worten gelingt es Annina Weiß, eines der schwierigsten Themen überhaupt kindgerecht und tröstlich zu vermitteln: den Umgang mit Tod und Trauer. Eine Geschichte, die Kindern und Erwachsenen gleichermaßen hilft, Verlust zu verstehen und Trost zu finden.
Tom kann keine Wolkenbilder mehr sehen, seit sein Opa verstorben ist. Ihr gemeinsamer Lieblingsort scheint seine Magie verloren zu haben. Doch dann begegnet er dort einer seltsamen Gestalt mit einem Tierschädel als Kopf, die tatsächlich schwebt: dem Tod.
Was zunächst wie eine erschreckende Begegnung wirkt, entwickelt sich zu einem tiefsinnigen Gespräch. Der Tod erklärt Tom, dass jedes Leben wie eine Kerze in der „Halle der Lichter" brennt und irgendwann erlischt. Seine Aufgabe ist es, die Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten, damit niemand allein sein muss.
Und während Tom seine Trauer mit dem Tod teilt, findet er nicht nur Verständnis, sondern auch einen unerwarteten Freund.
Annina Weiß gelingt mit ihren zarten, feinfühligen Illustrationen ein Balanceakt: Sie stellt den Tod dar, ohne ihn beängstigend wirken zu lassen. Mit sanften Farben und weichen Linien erschafft sie eine Atmosphäre, die trotz des schweren Themas Geborgenheit vermittelt.
Besonders die Darstellung des Todes als freundliche, einsame Gestalt in einem zotteligen Mantel, die vor allem eines braucht – einen Freund – berührt Kinder wie Erwachsene gleichermaßen.
Die symbolträchtigen Bilder der „Halle der Lichter" mit ihren unzähligen, einzigartigen Kerzen und des „großen Tors" bieten Kindern anschauliche Bilder, die ihnen helfen, das Unbegreifliche zu verstehen.
Kinder stellen Fragen. Auch über den Tod. Oft fällt es Erwachsenen schwer, darauf altersgerechte Antworten zu finden. »Tom und der Tod« bietet eine wertvolle Gesprächsgrundlage für Familien, Pädagogen und alle, die Kinder durch Trauerprozesse begleiten.
Die berührende Geschichte eröffnet einen Raum, in dem Kinder ihre eigenen Gedanken und Gefühle zu diesem bedeutsamen Thema erforschen können, ohne überwältigt zu werden.
• Im Vorschul- und frühen Grundschulalter
• Die Fragen zum Tod und Sterben haben
• Die einen Verlust erlebt haben
• Die lernen möchten, dass Erinnerungen weiterleben
• Die verstehen wollen, dass Trauer und neue Freude nebeneinander existieren können
• Eltern und Großeltern
• Pädagogen in Kitas und Grundschulen
• Trauerbegleiter und Therapeuten
• Menschen, die einen kindgerechten Zugang zum Thema Tod suchen
• Alle, die Kindern helfen möchten, Verlust zu verarbeiten
„Als Kita-Erzieherin habe ich schon viele Bilderbücher zum Thema Tod gesehen, aber selten eines, das so behutsam und gleichzeitig hoffnungsvoll mit dem Thema umgeht. Die Kinder in meiner Gruppe waren fasziniert von der Darstellung des Todes und haben sofort verstanden, dass sie keine Angst vor ihm haben müssen."
„Nach dem Tod ihrer Großmutter hatte meine Tochter viele Fragen, auf die ich keine passenden Antworten fand. Dieses Buch hat uns geholfen, ins Gespräch zu kommen und ihrer Trauer Raum zu geben. Besonders die Idee, dass die Erinnerungen im Herzen weiterleben, hat ihr Trost gespendet."
Manchmal sind es gerade die unerwarteten Begegnungen, die uns lehren, das Leben in all seinen Facetten zu schätzen.